Freitaler Geruch (22.07.2015)

Diskussionsbeitrag zu der Veranstaltung „WAS TUN, DAMIT'S NICHT BRENNT? AKTUELLE RASSISTISCHE MOBILISIERUNGEN UND LINKSRADIKALE ANTWORTEN“ in „k-fetisch“ in Berlin, am 22.07.2015)

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Über Leichen Sie gehen (12.09.2012)

Ein linkes Bündnis, beflügelt durch die Gedenk-Demo, die anlässlich des 20. Jahrestages der Lichtenhagener Pogrome stattgefunden hat, hat entdeckt, dass mit Kanaken-Leichen, mit gejagten Roma und mit verbrannten Kindern in Hünxe oder ausgelöschte türkische Familien in Mölln und Solingen, sehr wohl Politik, soll heißen "Formierung der Linksdeutschen" machen kann. Und bekundet in ihrem Aufruf „Zwischen Aufbruch und Pogrom“ ihre Sehnsucht nach den guten alten Zeiten, als damals die deutschen Linken in Aufbruchsstimmung (vor allem im Osten) waren, während daneben die rassistischen Brandschatzungen problem- und widerstandslos abliefen:

Offener Brief an die Initiatoren und Verfasserinnen der Resolution: “Aufklären und Einmischen: Konsequenzen aus der rassistischen NSU-Mordserie ziehen” (09.06.2012)

Ein Gesellschaft, die nichts von der Mordserie des NSU wusste und nichts wissen wollte, die den Mord an Burak Bektaş nicht als rassistische Tat anzuerkennen weiß, wird nicht gebraucht; eine Gesellschaft, die sich nicht kontrollieren lässt und die wissentlich die Augen vor rassistischen Taten verschlossen hält, ist gefährlich und gehört abgeschafft.

Die Nazi-Morde sind die Fortsetzung der Pogrome der 90er Jahre mit anderen Mitteln (28.01.2012)

Zwei Punkte vorne weg: Wir sind weder über die Morde überrascht, noch sehen wir die Mordserie der Neonazis als empörenden Skandal, wie es meistens bezeichnet wird. Denn, wer noch die Bilder und die Fakten der 90er Jahre im Kopf hat, dürfte nicht überrascht davon sein und sich auch nicht über das NSU-Projekt empört zeigen. Denn dann wäre zu fragen: Wo hat er/sie all die Jahre gelebt?

Deutschland ist und bleibt auch nach 20 Jahren das geistig-soziale Terrain um den Kern Hoyerswerda herum (17.08.2011)

Am 23. September 2011 jährt sich zum 20ten Male der erfolgreiche deutsche Aufstand der Hoyerswerdaner Bevölkerung gegen die bis dahin dort lebenden Vertragsarbeiter, sowie gegen die dort untergebrachten Flüchtlinge. Erfolgreich, weil sie es geschafft haben, sie aus ihrem Kaff restlos zu vertreiben.